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Autovermietung in Spanien

Die iberische Halbinsel mit dem Urlaubsland Spanien zieht seit jeher viele Besucher an; dabei sind es aber nicht nur die sonnigen, mediterranen Strände an der Costa Brava oder der Costa del Sol, wo man erholsame Ferien verbringen kann. Die spanischen Landschaften sind sehr vielfältig, sie reichen von den alpinen Regionen der Pyrenäen und der felsigen Atlantikküste im Norden über die weiten Hochebenen im Landesinneren bis zu den schneebedeckten Gipfeln der Sierra Nevada im Süden unweit des Mittelmeeres; beliebte Reiseziele sind auch die Inselgruppen der Balearen (u.a. Mallorca, Ibiza) und der Kanaren (z.B. Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote).

Viele Spanien-Urlauber scheuen die weite Anreise mit dem eigenen PKW und bevorzugen das Flugzeug als günstiges und schnelles Transportmittel; besonders bei einem Ferienaufenthalt auf den spanischen Inseln hat diese Form der Anreise große Vorteile, da hier keine Gebühren für die Autofähren anfallen. Im Hinblick auf eine ausreichende Mobilität am Urlaubsort ist die Kombination Flugzeug/Mietauto ideal und wird in zunehmenden Maße immer beliebter. In Spanien existiert ein dichtes Netz von Vermietstationen; an jedem größeren spanischen Flughafen von Alicante bis Valladolid gibt es mindestens eine Mietwagenfirma, und auch in den Städten und Touristenorten – ob auf dem Festland oder den Inseln – steht eine ausreichende Anzahl von Leihwagen zur Verfügung. Bei den großen Fahrzeugflotten kann man sich ein geeignetes Auto speziell für den Urlaub auswählen; so gelangt man mit dem gemieteten Geländewagen auch an unzugängliche Orte, was mit dem eigenen Fahrzeug eventuell nicht möglich wäre, v.a. auf den Inseln. Die meisten Autovermietungen bieten den Service einer Buchung über das Internet an, so dass man bereits vor dem Urlaubsantritt von zu Hause aus einen Mietwagen reservieren kann, der dann am Zielort bereit steht.

Autovermietung in Spanien

Autovermietung in Spanien @iStockphoto/LUNAMARINA

Die Mietbedingungen für einen Leihwagen sind in Spanien sehr unterschiedlich. Die Konditionen variieren nicht nur zwischen den einzelnen Autovermietungen sondern auch firmenintern bei den Verleihstationen je nach Standort, ob am Flughafen, in einer Großstadt oder auf den Inseln; man sollte sich deshalb vor Vertragsabschluss die Bedingungen detailliert aufschlüsseln lassen und genau überprüfen. Für die Anmietung gilt in Spanien je nach Fahrzeuggruppe ein Mindestalter von 18, 21 oder 25 Jahren mit einem Führerscheinbesitz entsprechend dem Alter von jeweils einem Tag, zwei oder drei Jahren; bei Flughafenstationen ist das Mindestalter 23 Jahre und zwei Jahre Fahrpraxis. Fahrer und Mieter müssen einen gültigen Führerschein vorlegen; bei Bürgern außerhalb der EU werden nationale Fahrlizenzen nur akzeptiert, wenn im Reisepass kein Visum eingetragen ist. Sehr unterschiedlich sind auch die Zusatzkosten z.B. für einen Baby- oder Kindersitz und für eventuelle Mitfahrer (maximal drei Mitfahrer möglich). Weitere Gebühren werden fällig bei einem Wechsel der Rückgabestation, bei verspäteter Rückgabe oder durch einen Zustellungs- bzw. Abholungsservice (Madrid 50 €, Barcelona 20 €). Bei der Anmietung eines Fahrzeugs auf einer Insel ist die Rückgabe auf dem Festland ausgeschlossen, die Benutzung von Autofähren ist nicht erlaubt; für Fahrten in die Anrainerstaaten Gibraltar, Andorra, Portugal und Frankreich muss eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden. Bei der Übernahme des Mietwagens sollte der Vertrag auf diese Sonderkonditionen hin überprüft werden; ebenso ist eine gründliche Kontrolle des Fahrzeugs und die sofortige Beanstandung von Schäden dringend zu empfehlen.

Entsprechend den spanischen Vorschriften müssen auch in einem Mietwagen zwei Warndreiecke und eine Warnweste vorhanden sein; Ersatzreifen, Bordwerkzeug und Ersatzbirnen sowie die üblichen Dokumente (Führer-/Kfz-Schein, TÜV-Bestätigung, Versicherungspolice) gehören ebenfalls zur vorgeschriebenen Ausstattung. In Spanien gelten die normalen europäischen Verkehrsregeln für Rechtsverkehr; auf den Kanaren und Balearen gibt es jedoch einige spezifische Besonderheiten, die beachtet werden sollten. Das gut ausgebaute Straßennetz weist zwei Arten von Autobahnen auf, „autopistas“ mit Mautpflicht (Tempolimit 120 km/h) und gebührenfreie „autovias“ (100 km/h); außerhalb geschlossener Ortschaften gilt Tempo 90 km/h, innerorts ist das Limit 50 km/h. Gelbe Linien am Straßenrand bedeuten Halte- bzw. Parkverbot, blaue Markierungen weisen auf Parkgebühren hin; beim Tanken soll neben dem Motor auch das Handy und das Autoradio ausgeschaltet werden. Bei einer Panne ist privates Abschleppen nicht erlaubt, es muss ein autorisiertes Abschleppunternehmen verständigt werden. Die 0,5-Promillegrenze gilt auch in Spanien, Verstöße dagegen werden mit mindestens 300 € geahndet – so bekommt die Urlaubskasse ganz schnell ein großes Loch.

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