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Agüimes

Wer auf der Kanarischen Insel Gran Canaria eine ruhige und interessante Urlaubsregion sucht, wird in der Gemeinde Agüimes fündig. Fern ab von Touristenströmen präsentiert sich die Gemeinde mit ursprünglichen und beschaulichen Ortschaften, einer reizvollen Naturlandschaft, zahlreichen Sehenswürdigkeiten sowie einem überschaubaren Hotelangebot. Agüimes liegt im Osten der Insel und ist etwa 29 Kilometer von Las Palmas de Gran Canaria entfernt. Die Touristenhochburgen im Süden der Insel sind von der Gemeinde Agüimes schnell über die Autobahn erreichbar. Es besteht die Möglichkeit, einen Mietwagen zu buchen oder sich aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg zu machen. Des Weiteren stehen auch Taxis zur Verfügung.

Geschichte der Gemeinde Agüimes

Bevor die Spanier in Agüimes Einzug hielten, besiedelten die „Canari“ (Ureinwohner) die Region, deren Wohnhöhlen teilweise bis heute erhalten sind. Bereits im 14. Jahrhundert wurden die Seefahrer auf Agüimes aufmerksam, einerseits war die Region für die Sklaverei interessant, andererseits ein idealer Ort für den Handel. Im Jahre 1491 wurde die Gemeinde von den Spaniern gegründet und der katholischen Kirche unterstellt. Erst im Jahre 1837 ging Agüimes zurück an den Staat. Die Gemeinde verfügte über fruchtbares Land, es gab in der Region Agüimes Weinberge und reichlich Zuckerrohr, auch der Fischerei kam eine bedeutende Rolle zu und trug zu dem Wohlstand von Agüimes bei. Aufgrund von Missernten folgten zum späteren Zeitpunkt wirtschaftliche Probleme und zahlreiche Einwohner verließen Agüimes und wanderten aus.

Heute leben in der historischen Gemeinde etwa 30.000 Einwohner, die nur teilweise mit dem Tourismus ihr Geld verdienen. Der Ausbau des Industriegebietes ist ein Standbein der Einwohner, ebenso hat die Landwirtschaft bis heute Bestand. Neben dem Tomatenanbau gewinnt auch die Salzproduktion immer mehr an Bedeutung. Agüimes ist die viertgrößte Gemeinde der Insel Gran Canaria.

Klima in Agüimes

In Agüimes herrscht ein sehr mildes und angenehmes Klima, Regen gibt es nur in den Wintermonaten – und das auch sehr selten. Ansonsten dürfen sich Touristen auf etwa 20 Grad Jahresdurchschnittstemperatur freuen. Durch die Passatwinde ist es in dieser Region weniger heiß als in den südlichen Gebieten der Kanarischen Insel.

Landschaft in Agüimes

Agüimes zeichnet sich unter anderem durch eine wunderschöne Naturlandschaft aus. Etwa drei Kilometer vom Städtchen Agüimes entfernt, finden Besucher den Barranco de Guayadeque. Diese Schlucht teilt die kanarische Insel in zwei Teile und beheimatet unter anderem das Höhlendorf Cueva Bermeja. Blühende Mandelbäume findet man hier in den Monaten Januar und Februar. Die Gegend eignet sich außerdem hervorragend für Mountainbiketouren und Wanderungen.

Ebenso beeindruckend ist die Landschaft um den Roque Aguayro, eine Berglandschaft, die sich sehen lassen kann. Sehr seltene Pflanzen sind im Berggebiet Arinaga zu finden und das Naturschutzgebiet Los Marteles überzeugt durch eine vielfältige und schöne Naturlandschaft.

Agüimes

Agüimes ©iStockphoto/Oliver Hoffmann

Strände in Agüimes

Zum Kiten und Windsurfen trifft man sich am Strand von Vargas: Wer sportlich aktiv werden möchte, darf sich auf eine wunderschöne und große Bucht freuen, die nicht überlaufen ist. Die Playa de Vargas bietet hervorragende Bedingungen für den Wassersport und verfügt auch über einen Campingplatz.

Taucher werden an der Playa de Cabrón fündig, dieser Strandabschnitt ist Naturschutzgebiet und gilt als einer der schönsten Tauchgebiete der Insel. Interessierte Wassersportler dürfen sich auf eine farbenreiche und vielfältige Unterwasserwelt freuen – ein Eldorado für Tauchfreunde. Wen die Passatwinde nicht stören, findet an der Playa de Arinaga und an der Playa de Balos wunderschöne Plätze zum Baden und Sonnen. An diesen beiden Stränden halten sich auch immer wieder Einheimische auf. Die Strände sind aber niemals überlaufen, sodass ein entspanntes Sonnenbad garantiert ist. Hier finden Erholung suchende Feriengäste Ruhe und Entspannung. Wer also einen weniger bevölkerten Strand den volleren Stränden im Süden der Kanarischen Insel vorzieht, wird sich in der Region Agüimes wohlfühlen.

Das Städtchen Agüimes

Das kleine mittelalterliche Städtchen, das den gleichen Namen wie die Gemeinde trägt, präsentiert sich sehr ursprünglich und mit einer sehr sehenswerten historischen Altstadt. Die Altstadt ist sehr gut erhalten und zeigt sich gepflegt und ansprechend, der Besucher fühlt sich sofort in eine andere Zeit versetzt. Hier finden sich sehr schöne kanarische Häuser, die sich teilweise mit Holzbalkonen und kleinen Fenstern präsentieren. Das Städtchen gilt als einer der ersten Orte, die auf der Insel besiedelt wurden, und steht seit 1981 unter Denkmalschutz. Als Wahrzeichen der Stadt und wunderschöne Sehenswürdigkeit überzeugt die Kirche San Sebastian, die ihre Wurzeln im Jahre 1796 findet. Das religiöse Bauwerk zeigt sich als dreischiffige Basilika und mit orientalischer Kuppel und es ist lohnenswert auch einen Blick ins Innere des Gotteshauses zu werfen.
Die Plaza vor der Pfarrkirche überzeugt mit reichem Baumbestand und gemütliche Cafés laden zur Pause zwischendurch ein.
Rund um die Kirche begegnen den Gästen zahlreiche Bronzefiguren, die unter anderem Esel, Bauern und Musikanten in Lebensgröße darstellen.
Für Touristen ebenfalls interessant: das Museo de Historia, ein Geschichtsmuseum, das 500 Jahre Stadtgeschichte von Agüimes präsentiert. Die unterschiedlichen Dauerausstellungen laden Besucher ein, in eine längst vergangene Zeit einzutauchen. Hier erfahren Gäste unter anderem viel Wissenswertes über die Ureinwohner, das Kunsthandwerk sowie über Landwirtschaft und Viehzucht.
Das Touristenzentrum an der Plaza San Anton ist ebenfalls Anlaufstelle für Gäste. Hier gibt es unter anderem einen kleinen Einblick über den Alltag der ehemaligen Bewohner der Stadt.

Das Bergdorf Temisas

Interessierte Besucher finden das 400-Seelendorf auf 650 Meter Höhe, das sich mit typischen weißen kanarischen Häuschen präsentiert. Außerdem befindet sich hier der größte Olivenhain der Insel und als Wahrzeichen des malerischen Bergdorfes gilt die Kapelle San Miguel aus dem 18. Jahrhundert.
Die Gegend um Temisas eignet sich hervorragend für Wanderungen: Gerade auf dem Weg nach Santa Lucia begegnet man unterschiedlichen Höhlen, die den Ureinwohnern als Behausung dienten. Wer vom Bergdorf aus nach Agüimes zu Fuß gehen möchte, muss etwa mit zehn Kilometer Wegstrecke rechnen.

Barranco de Guayadeque

Wo in vergangenen Tagen die Ureinwohner lebten, wohnen auch heute in den Höhlen im Barranco de Guayadeque noch Menschen. Für einige Menschen stellt die Höhle ein Zuhause dar, andere Höhlen werden nur am Wochenende genutzt. Die Höhlen sind heute teilweise an die Strom- und Wasserversorgung angeschlossen und im Höhlendorf gibt es sogar eine Kirche und einen Laden. Im Guayadeque-Museum, das ebenfalls in die Felsen gebaut wurde, erfahren interessierte Besucher viel Wissenswertes über die Ureinwohner und das Leben in Höhlen.

Parque de los Cocodrilos

Der Krokodilpark bietet über 300 Krokodilen eine neue Heimat und liegt in privater Hand. Des Weiteren leben dort auch Affen, Papageien, Schildkröten und Zebras. Außer samstags öffnet der Minizoo für Besucher täglich seine Pforten. Neben trainierten Krokodilen und Papageien, die in einer Show zu sehen sind, können Gäste auch bei der Fütterung der Tiere zuschauen.

Feste in Agüimes

In der Gemeinde Agüimes finden das ganze Jahr über regelmäßige Feste statt. Neben dem Karneval der in Agüimes gebührend gefeiert wird, legen die Bewohner auch viel Wert auf das Feiern von religiösen Festen. Im Januar findet ein Fest für den Schutzheiligen San Sebastián statt und mit der Feier „Sacramental de los Reyes Magos“, die ebenfalls im Januar stattfindet, gedenkt man den Heiligen drei Königen. Im Mai feiert man das Fest „Fiestas de San José Obrero“, dass den Hirten und Bauern gewidmet ist. Das „Nuestra Señora del Rosario“ ist eine Art Erntedankfest und findet alljährlich im September statt und an der Playa de Aringa dreht sich jedes Jahr im Sommer alles rund um die Musik, wenn das internationale Musiktreffen stattfindet.

Gastronomie in Agüimes

In vergangenen Tagen galt Agüimes als wichtiger Produzent von Getreide, was sich heute noch in Form von guten Bäckereien zeigt. In Agüimes soll es das beste Brot der Insel geben. Neben gutem Brot ist die Gemeinde auch für ihren besonderen Ziegenkäse sowie für einen hervorragenden Wein bekannt. Des Weiteren baut man in der Region Agüimes auch Oliven an, die unter anderem für die Produktion von Olivenöl verwendet werden. Übrigens sollen die Oliven aus Agüimes die feinsten Oliven der Insel sein.
Auf den Speisekarten der Restaurants finden Besucher meist traditionelle Gerichte, wie unterschiedliche Eintöpfe und Speisen mit frischem Fisch und Meeresfrüchte oder gegrilltem Fleisch.
Wer frische Produkte einkaufen möchte, besucht am besten einen Wochenmarkt. Da gibt es neben frischem Obst und Gemüse auch Oliven, Käse und Wein. Die Wochenmärkte finden in verschiedenen Orten statt und öffnen meist ab 9.00 Uhr am Vormittag ihre Stände.

Das Kunsthandwerk – eine alte kanarische Tradition

Kunsthandwerk wird in Agüimes großgeschrieben – und das schon seit langer Zeit. In Geschäften oder in den Werkstätten selbst können unterschiedliche Waren gekauft werden. Kleidung und Keramikartikel gibt es hier genauso wie wertvolle Stickereien. Auch Artikel aus Stein sind in Agüimes zuhauf zu finden und werden von Urlaubsgästen gerne als Mitbringsel verwendet.

Nachtleben in Agüimes

Das Nachtleben in der Gemeinde Aguimes ist nicht mit dem Angebot an anderen Orten der kanarischen Insel vergleichbar, dennoch gibt es Möglichkeiten zum Abfeiern.
Wer die Nacht zum Tag machen möchte, findet in der Diskothek „Castillo de Agüimes“ Gelegenheit dazu. Die Diskothek befindet sich im Städtchen Agüimes und bietet neben Musik und Tanz auch Live- und Lasershows an.

Einige Bars und Restaurants haben auch „verlängerte Öffnungszeiten“ und es besteht die Möglichkeit, sich mit Freunden auf ein Gläschen zu treffen.

Unterkünfte in Agüimes

Die Gemeinde Agüimes ist auf Feriengäste eingestellt und bietet neben Hotels, Ferienwohnungen und Appartements auch Campingplätze zur Übernachtung an. Touristen finden hier Unterkünfte in allen Preisklassen und dürfen sich auf eine Region freuen, die nicht von Besuchern überlaufen ist. Es „urlauben“ hier deutlich weniger Gäste, als in den Touristenzentren im Süden der Kanarischen Insel. Wer es also ruhiger und beschaulicher mag, ist in der Gemeinde Agüimes an der idealen Adresse.