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Gran Canaria

Gran Canaria, der „Kontinent im Westentaschenformat“, besitzt viele Gesichter und somit Abwechslung und Urlaubsspaß für jede/n Urlauber/in. Mit ihren circa 1.560,10 qm bietet die drittgrößte Insel der Kanaren landschaftliche und kulturelle Vielfalt in einem ausgesprochen angenehmen Klima, für das die Kanaren weltweit bekannt und äußerst beliebt sind. Allein die Besucherzahl von 2,2 Millionen Touristen pro Jahr nur auf Gran Canaria spricht dafür.

Die Meerestemperatur steigt hier nicht über 23 Grad und Gran Canaria wartet dabei ganzjährig mit frühlingshaftem Klima auf. Durch die angenehm kühlen Passatwinde ist die Hitze des trockeneren, regenarmen Südens der Insel erträglicher, das Meerwasser erfrischend und gleichzeitig klimatisch stabilisierend, was Sonnenanbeter und Urlauber aus aller Welt zu schätzen wissen.

Regionen der Insel und Angebote

Die touristischen Zentren Gran Canarias befinden sich in der Küstenregion des heißeren Südens. Mit nachweislich geringem Niederschlag besteht hier geradezu Sonnenscheingarantie für einen Badeurlaub mit feinkörnigem Sand, tiefblauem Meer und quirligem Strandleben, sowie Wassersport aller Art.

Für einen günstigen Urlaubs-Kurztrip, ob allein oder mit Freunden, ist diese Region bestens geeignet. Wer einen Erlebnis-Urlaub als Partylöwe oder Nachtschwämerin sucht, feiern und tanzen, ausgehen und flirten, bummeln und shoppen unter südlicher Sonne bevorzugt, sollte den Süden als Urlaubsziel buchen. Die gesamte südliche Region, insbesondere die Tourismus-Hochburgen Maspalomas, Playa del Inglés und San Agustín sind auf sämtliche Bedürfnisse von Touristen aus aller Welt eingerichtet, allerdings auch mit dementsprechenden Grosshotels und dazugehöriger Bebauung. Playa del Inglés ist mittlerweile zum Szenetreff der europäischen „Regenbogenfraktion“ anvanciert, der Homosexuellen, genauso wie die Dünen von Maspalomas zum Treff für FKK-Anhänger wurden.

Gran Canaria

Gran Canaria @iStockphoto/Kalin Eftimov

Mehr Ursprünglichkeit, Ruhe, Beschaulichkeit und unverfälschte Natur bietet dagegen das Landesinnere von Gran Canaria wie der Nordosten und Westen Gran Canarias. Der regenreichere und kühlere Norden, sowie der fruchtbare Westen wird landwirtschaftlich genutzt und ist weniger touristisch frequentiert, jedoch wie jeder Punkt der Insel, gut erreichbar und auf Besucher eingestellt.

Der ursprünglich vulkanische Gebirgszug im Landesinneren, das Cumbre mit dem höchsten Berg, den Pico de las Nieves, zerteilt die Insel klimatisch und vegetationsmässig zu einem heißeren Süden, kühleren Norden und einem regenreicheren, grünen Westen und Osten. Kanarische Kiefernwälder ziehen sich am Cumbre-Bergmassiv entlang: aus ihrem Holz werden die traditionellen Balkone typisch altkanarischer Häuser geschnitzt, ein fast vergessenes Kunsthandwerk.

Zu bewundern ist diese alte Bauart nicht nur in Las Palmas Altstadt, sondern noch im denkmalgeschützten Teror, dem religösen Zentrum der Insel mit einer schönen Kirche, der Basilica de Nuestra. Lohnenswert ist auch ein Ausflug zum Gipfel-und Aussichtspunkt im Landesinneren, dem „Cruz de Tejeda“, mit herrlichem Panoramablick.

Im Westen bieten sich dem Betrachter und Wanderer eine zerklüftete, pittoreske Schluchtenlandschaften mit fruchtbaren Tälern, kleinen Orten und Häusern von strahlendem Weiß. Das dortige Tal, das „Valle de Agate“, gilt als eines der schönsten der Insel, gerade im Frühjahr: die Wanderwege führen dann an blühenden Zitronen-und Orangenhainen vorbei, an rosafarbigen Mandelbäumen,an Agaven, an Bäumen voller Mangos, Papayas und Avocados und die Blumengärten der Ortschaften sind gleichfalls eine Augenweide.

Infrastruktur- Verkehrsverbindung

Die Hauptstadt der autonomen Insel Gran Canaria ist Las Palmas im Osten mit circa 378.000 Einwohnern, nahezu der Hälfte der Gesamtbevölkerung. Der Flughafen Gran Canarias liegt an der Ostküste, 15 Kilometer entfernt von der Hauptstadt. Ausgebaute Yacht-und Fährhäfen befinden sich im Westen und Süden der Insel.

Auf eigene Erkundungs und Ausflugstouren können Urlauber mit einem Mietwagen vor Ort gehen, eine Autobahn, die GC1, führt von der Hauptstadt aus südöstlich weiter bis zum Westen, zur Höhe von Puerto Rico. Wer mehr Kontakt zu den Insulanern wünscht, sollte eine der günstigen Fahrten mit regionalen Bussen unternehmen: ein gut ausgebautes Busnetz überspannt die gesamte Insel. Doch auch bei einem gekonnten Bola-Spiel, einem beliebten Sport – ähnlich dem Boccia-Spiel, kommt man den Einheimischen näher, bei einer deftig-einfachen, typisch kanarischen Mahlzeit und einer ausgelassenen Fiesta ohnehin.

Vegetation

Blumen-und Naturfreunde erwartet im Nordosten und im Westen Gran Canarias Blütenzauber pur: üppige Bougainvillea-Rabatten, tiefrote Weihnachsterne an den Hügelhängen, die bis zur Baumhöhe anwachsen, Feigen-und Eukalyptusbäume, Dattelpalmen gedeihen hier. Leuchtender Hibiskus und Geranien, duftende Mimosen, weiße Magnolien, Kamelien und roter Oleander wetteifern um Bewunderung.

Ein einmaliges Naturphänomen ist dabei der Drachenbaum: ein astloser, großer Baum geformt aus einer Vielzahl hochragender Stämme, die gemeinsam eine beeindruckende Krone bilden. Das schönste Exemplar davon ist in Galdar an der Nordweststrecke der Inselstraße zu besichtigen. Weitere Naturschönheiten hält der Botanische Garten von Tafira Alta bereit oder andere Orte (siehe Abschnitt: Sehenswürdigkeiten). Eine weitere Besonderheit und früherer Exportartikel ist die kanarische Banane: la enana (die Zwergin) genannt. Mittlerweile gibt es bereits eine größere und robustere Neuzüchtung: la gran enana (die große Zwergin)- eine Kostprobe dieser äußerst schmackhaften Bananen dürfte für jede/n ein köstliches Stückchen kanarischer Kultur und Souvenir in einem bedeuten.

Sehnswürdigkeiten

Ein Einblick in die Natur und Kultur der Insel eröffnet sich für Interessierte auf vielerlei Weise, ob bei einem Besuch einer inselttypischen Finca (Bauernhof), dem Banana Park in Maspalomas oder bei einem Ausflug in den großen Kakteenpark Catctualdea bei San Nicolás de Tolentino oder beim Flanieren durch den zauberhaften Palmitos, einem Vogel-und Palmenpark in einem Trockental, Barranco, im Landesinneren.

Auch die reiche Geschichte der Insel weckt Neugier und Faszination, so die Höhlen von Artenara, die bis heute als eigentliche oder erweiterte Wohnräume von den Einheimischen genutzt werden. Die dortige Höhlenkapelle „Nuestra Senora de la Cuevita“ mit der Schutzpatronin des Ortes ist immer einen Besuch wert. Genauso interessant sind die „Cenebio de Valeron“, den von Ureinwohnern, den Guanchen, angelegten und ausgebauten über 290 Tuffstein-Höhlen. Beeindruckend und bizarr zeigen sich die eigentümlichen Felsfomationen, die sich überall auf der Insel befinden. Bemerkens-und sehenswert ist hier vor allem der 80 Meter hohe Basalt-Monolith Roque Nublo, das Wahrzeichen Gran Canarias.

Der Fischerort Puerto de Mogan, das sogenannte „Klein-Venedig“ mit seinen Kanälen und traditionellen Häusern lässt die Idylle und den Charme altkanarischer Lebensart spürbar werden, während der Trinkwasser-Staudamm im Trockental im Hinterland Maspalonos Canarias moderne Seite zeigt. So ist Gran Canaria ist immer eine Reise wert –
als unerschöpfliche „Schatzkiste“ an Urlaubsfreuden -und überraschungen für jeden Geschmack.