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Menorca

Menorca ist die sowohl nördlichste als auch östlichste Insel der Balearen. Auf rund 700 m² leben ca. 80.000 Einwohner. Sie hat ein angenehmes Mittelmeerklima mit trockenen, warmen Sommern und milden, feuchten Wintern. Es weht ständig eine leichte Brise, deshalb hat Menorca auch den Beinamen „Insel des Windes“.

Die beste Reisezeit, insbesondere für Familien mit Kindern, sind die Monate Mai, Juni und September. Die Temperaturen liegen sodann zwischen 25° und 28°C. Im Juli und August können die Höchstwerte leicht auf 33°C steigen, was jedoch durch den leichten Wind wiederum als angenehm empfunden wird. Ab Oktober kommen die ersten Herbststürme und es wird regnerisch, die Jahreszeit mit der höchsten Niederschlagsmenge beginnt. Im Hochsommer erreichen die Wassertemperaturen bis 25°C, die Luftfeuchtigkeit liegt im Jahresmittel bei 68%. Da die Flugzeit nach Mao ab Deutschland nur ca. 2 Stunden beträgt, ist Menorca auch für einen Kurzurlaub prädestiniert.

Menorca ist Mallorcas kleine, ruhige Schwester. Menorca ist Ruhe, Entspannung, Kultur und Naturerlebnis. Hier verbringen Sie einen Urlaub weitab von Party und Big Business, der jedoch alles andere als langweilig ist. Die Insel wird von zwei Regionen geprägt: der nördliche Teil „Tramontana“, genannt nach dem kräftigen Wind, der vom Norden kommt und der verantwortlich zeichnet für die grobe Schönheit der herben Landschaft sowie der Süden „Migjorn“, dessen Kalksteinküste ein sanfteres Bild zeichnet mit Pinienwäldern, idyllischen Badebuchten und goldenem Sand. Mittig der Insel erhebt sich mit 358m der „Monte Toro“ als der höchste Berg der Insel. Von dort werden Sie mit einem gigantischen Panoramablick über die Weite der Insel mit ihren Naturschönheiten bis hin zum fernen Mallorca belohnt. Auf dem Gipfelplateau steht eine bezaubernde Renaissancekirche aus dem Jahre 1595 mit der „Madonna von Monte Toro“ und ein ehemaliges Kloster, welches heute ein von Nonnen geführtes Café beherbergt. Der Legende nach sollen rätselhafte Lichter mehrere Nächte lang auf dem Gipfel des Berges beobachtet worden sein. Mönche, die der Erscheinung auf den Grund gehen wollten, begegneten einem Stier, der sie zu einer Grotte führte, in der sich eine Statue der Jungfrau Maria befand. So nannten sie aus Dankbarkeit die Figur „Jungfrau des Stieres“, folgend die Anhöhe „Berg des Stieres“.

Menorca

Menorca @iStockphoto/Carles Fortuny

Menorca ist eine gepflegte Insel mit vielen attraktiven Schwerpunkten und wurde 1993 von der UNESCO zum Biosphären-Reservat erklärt. Auf der gesamten Fläche sind zahlreiche Naturparks und Feuchtzonen zu finden, Moorgebiete, Dünen und Lagunen. Sanfte Hügel und tiefe Schluchten mit kleinen Wildbächen prägen die wilde Landschaft. Etwa 50 Erd- und zehn faszinierende Unterwasserhöhlen mit spektakulärer Flora und Fauna finden Sie im Norden und Süden der Insel. Dort gibt es u.a. Kaninchen, Schildkröten, Eidechsen, Geckos und ungiftige Schlagen. In den tiefen Schluchten im Süden wachsen Orchideen, nisten Wasser- und Raubvögel, manchmal entdeckt man den majestätischen Milan oder Kormorane. Immergrüne Steineichen, Kiefern und knorrige Olivenbäume werden im Landesinneren von den typischen Trockensteinmauern umgeben und bilden mit den rostroten Agrarflächen einen harmonischen Anblick.

Historische Sehenswürdigkeiten sind über die gesamte Insel verbreitet, Steinmonumente – Navetes, Talaiots und Taulas – sowie zahllose prähistorische Siedlungen zeugen von dem umfangreichen archäologischen Erbe. Cirka 1500 v. Chr. entstanden die Talaiots, große, runde Steintürme. Monolithe mit aufliegender Steinplatte, Taulas genannt, bestehen aus zwei zusammengesetzten Steinblöcken und gibt es nur auf Menorca. Ob es sich um Opfertische, primitive Observatorien oder Anderes handelt, ist das große ungelöste Rätsel der Archäologen. Über 30 Taulaanlagen wurden auf der Insel ausgegraben und tragen dazu bei, dass Menorca als authentisches Freilichtmuseum angesehen wird. Die Navetes wurden zur Zeit der megalithischen Hochkultur gebaut. Die Form der Bauten erinnert an ein umgestürztes Schiff, daher der Name. Sie wurden als Wohnung, später als Grabstätte verwendet. Die „Naveta de Es Tudons“ gilt als eines der ältesten Bauwerke Europas. Sie liegt östlich der Stadt Ciutadella und barg in ihrem zweistöckigen Inneren die Überreste von etwa 100 Menschen mit Grabbeigaben.

Ciutadella liegt am westlichsten Punkt der Insel und war Hauptstadt während der maurischen Zeit. Die Altstadt Ciutaellas bietet noch immer eine mittelalterliche Atmosphäre und ist mit ihren verwinkelten Gässchen der vielleicht „spanischste“ Ort der Insel. Auf dem Placa d’es Born steht ein 22m hoher Obelisk, der an einen schrecklichen Piratenüberfall erinnert. Der Platz wird gesäumt von prachtvollen Palästen und einem überwältigenden Rathaus, welches einst als maurischer Statthalterpalast konzipiert wurde. Von hier führt eine Freitreppe hinab zum verträumten Hafen, der malerisch an einer fjordähnlichen Bucht liegt, wo exclusive Yachten ankern.

Die heutige Hautpstadt der Insel Maó, spanisch Mahon, ist mit ihrem georgianischen Stil britisch geprägt, man spürt jedoch auch stark den katalanischen Einfluß. Hinter den Stadtmauern pulsiert das Leben in zahlreichen Cafés, Bars und Geschäften. Aber es gibt auch interessante Museen und Kirchen zu entdecken. Die Hafenpromenade Baixamar lädt zum Flirten und Bummeln ein. Es ist der zweitgrößten Naturhafen der Welt, der an Schönheit kaum zu übertreffen ist. Mahon liegt auf einer steilen Felsplatte und hat keinen eigenen Strand.

Die schönsten Strände der Insel finden Sie im Süden: der feinsandige Playa de Cala Galanda wird durch hohe Felshänge vor Wind geschützt, Pinien spenden Schatten. Die weißen Naturstrände Cala Trebaluger und Cala Macarella laden zum Schwimmen in azurblauem Wasser, in der Cala Mitjana gibt es große Höhlen zu entdecken. Der Norden weist sich durch dunkleren, groben Sand aus, die Cala Pregonda mit ihren malerischen Dünen und versteckten Buchten gehört zu den schönsten Stränden der Insel, der Playa de Binimel-là bietet Kiesstrand, um das Cap de Cavalleria finden man Strände mit bizarre Steilhängen. Bei der felsigen Halbinsel La Mola werden Sie von spektakulären Tropfsteinhöhlen überrascht.

Wassersport jeder Art können Sie an vielen Stränden nachgehen, tauchen Sie zu schillernden Fischschwärmen, erkunden Sie die faszinierenden Grotten und Tropfsteinhöhlen, lassen sie sich von der Unterwasserkathedrale Pont d’en Gil bezaubern.