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Madrid: Ein Stadtrundgang

Im September 2005 besuchte ich mit einem Studienfreund diese wunderbare Stadt Zentralspaniens. Dieser Bericht ist nun als Vorschlag für einen Stadtrundgang zu sehen. Da es unmöglich ist ganz Madrid an einem Tag zu sehen, beschränke ich mich auf bestimmte sehenswerte Punkte, die es sich meiner Meinung nach besonders lohnt zu besichtigen. Empfehlenswert ist es einen Rundgang mit Führung zu buchen, da man viel Wissenswertes erzählt bekommt. In Madrid findet man zahlreiche Möglichkeiten auch vor Ort zu buchen.

Damals begannen wir unseren Rundgang an der Plaza de Cibeles. Der Brunnen auf dem Platz mit der Erbgöttin Cibeles, deren Wagen von einem Löwen gezogen wird, ist das Wahrzeichen der Stadt. Die Löwen schuf der Franzose Robert Michel, während die Göttin und ihr Wagen von dem Spanier Francisco Gutierrez geschaffen worden sind. Der Cibeles Platz wird täglich von über 100.000 Autos umfahren, da sich dort die Nord – Süd – Achse der Stadt befindet. Diese Tatsache bildet einen wunderbaren Kontrast zu der städtebaulichen Struktur voll natürlichen Reizes , der durch bedeutende Bauwerke hervorgehoben wird. Beeindruckend ist auch das nah gelegende Heeresministerium, welcher einst der Palast der Herzogin von Alba war. Daneben liegt die Bank von Spanien und die Hauptpost.

Wir gehen weiter zum Paseo del Prado, der gesäumt wird von sorgfältig gepflegten Baumalleen, Rosengärten und Blumenbeeten. Dazwischen stehen der Apollo- und der Neptunbrunnen, der eine Manuel Alvarez, der andere Juan Pascual de Mena gewidmet. Das schönste Gebäude am Paseo del Prado ist das Prado – Museum, das Hauptwerk des Madrilenen Juan de Villanueva und das erlesenste Beispiel der klassizistischen Architektur in Madrid und Spanien überhaupt. An dieser Stelle wirkt Madrid sehr nobel und hauptstädtisch.

Madrid

Madrid ©iStockphoto/Franck-Boston

Der Salon del Prado mit seinen Brunnen, Bäumen, Blumen und mit seinem Prado harmoniert sehr gut mit den ihn kreuzenden Straßen. Sieht man sich um, so erblickt das Auge des Betrachters den Cason, die Sprachakademie und die gotische Kirche San Jeronimo, die einst am Westausgang der Stadt lag und um 1500 hierher übertragen wurde. Von hier setzen wir unseren Rundgang fort und begegnen nicht weit entfernt dem Csa de Lope de Vega, dem ehemaligen Wohnhaus des berühmten Dichters der hier lebte und starb. Das Haus ist darüber hinaus ein schönes Beispiel für ein typisches Städtehaus Madrids aus dem 17. Jahrhundert.

Von hier aus folgten wir der Calle de Quevedo und traten ein in das „Genieviertel“ Madrids, welches sich durch zahlreiche Gedenktafeln an berühmte spanische Dichter, wie Vega, Quevedo oder Cervantes auszeichnet. Die Abendstunden sind besonders geeignet , um sich das Viertel anzuschauen.

Wem danach ist, kann den Abend anschließend mit einem Besuch einer der zahlreichen Tascas (Eckkneipen), die zwischen der Plaza de Santa Ana und der Puerta del Sol liegen, fortsetzen. Wem der Rundgang noch nicht reicht, kann sich das Ministerio de Asuntos Exteriores anschauen, welches an der Plaza de Santa Cruz liegt. Früher beherbergte das Gebäude mit zwei Escorital – Türmen das Adelsgefängnis.

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