Spanien
Städte
Kanaren
Balearen
Sonstiges
Gran Canaria Special


Calpe an der Costa Blanca in Spanien

Calpe lässt sich von Deutschland aus durchgehend via Autobahn erreichen, die Autobahnmaut läppert sich dann doch ganz schön zusammen. Nach fast 2000 Kilometern, einer Übernachtung in Frankreich, kamen wir gerädert von der Hitze, den Staus und nachdem wir uns bei Barcelona gründlich verfahren hatten, dann doch glücklich und mit schönen landschaftlichen Eindrücken in Spanien an. Wir hatten ein schönes Ferienhaus gemietet mit Pool, Terrasse, drei Schlafzimmern, Wohn-Esszimmer, offener Küche und einem herrlichen Ausblick. Nachdem wir den Schlüssel abgeholt hatten, begann eine lange und mühsame Suche, immer wieder waren wir an falschen Häusern, ziemlich genervt und nach langem Durchfragen fuhren wir schließlich zum Stadtbüro zurück und eine Angestellte begleitete uns zum Haus. Auf dem Hügel hatten wir immer wieder eine kleine Ausfahrt verpasst. Die Villa war genial und in Natura noch schöner und eindrucksvoller als im Prospekt. Wir ließen alles im Auto, warfen die Kleider von uns und stürzten in den mit glasklarem Wasser gefüllten Pool. Die Ferien konnten beginnen.

Am nächsten Morgen war Einkaufen angesagt und wir fanden einen gut sortierten Supermarkt mit moderaten Preisen, das Angebot war frisch und reichhaltig, sogar leckeres Vollkorn-Baquette konnten wir erstehen. Wir stellten fest, dass rings um uns her deutsch gesprochen wurde, Kneipen und Lokale trugen deutsche Namen, in unmittelbarer Nähe hatten viele Deutsche ihren Bungalow und Altersruhesitz. Es gab eine deutsche Zeitung und einen deutschen Radiosender, Calpe schien fest in deutscher Hand. Mit Wassermelone, frischen Früchten, fangfrischem Fisch und einem Wocheneinkauf kehrten wir zur Villa zurück. Den Fisch ließen wir uns schmecken, nachdem wir ihn auf der Terrasse, auf dem gemauerten Grill mit Knoblauch, Zitrone, gesalzen und gepfeffert zubereitet hatten. Der Pool bot einen Luxus, den wir wirklich in vollen Zügen genießen konnten.

Die Costa Blanca war beeindruckend, ihr Wahrzeichen der Ifach-Felsen, der weit aus dem Meer ragte, gab eine imposante Naturkulisse. Der Strand war eher eine Enttäuschung, er war überfüllt, laut und so gar nicht nach unserem Geschmack, nachdem wir tatsächlich ein spanisches Lokal gefunden hatten, wo man Paella essen konnte und nach einigen Gläsern Sangria kehrten wir wesentlich besser gelaunt zurück.

Der Ausflug zu der Tropfsteinhöhle Canalobre hinterließ einen bleibenden Eindruck. Die Höhlen von Rojales, Alicante, der Safaripark und der Palmeral de Elx boten ebenfalls interessante Ausflugsziele. Der Fluss El Algar im Aitana Gebirge liegt in einem idyllischen Wildbachtal und die malerische Naturkulisse lädt nicht nur zum Badespass ein. Auf dem Weg sollte man unbedingt die Honigstadt Calossa besuchen. Der Wochenmarkt in Calpe, der sich fast durch die ganze Stadt zog, bot uns Gelegenheit zum stöbern und stoppen. Voll bepackt mit Shirts, Jeans, Schuhen, Taschen, Haarspangen und Sonnenbrillen verließen wir das bunte Treiben.

Erst kurz vor der Abreise erfuhren wir im Gespräch mit einem Nachbarn, dass es hier eine recht hohe Einbruchsquote gibt, und wir naiv und blauäugig wohl viel Glück gehabt hatten. Betroffen wurde uns bewusst, dass alle Häuser Wachhunde und Alarmanlagen hatten. Dies hinterließ einen schlechten Nachgeschmack und trübte die schönen Urlaubserlebnisse. Das Haus war genial, aber die Region hat viel von ihrem landestypischen und ursprünglichen spanischen Charme verloren.

Anzeige





Bildergalerie Spanien Gallerie
weitere Bilder...