Teneriffa – Insel mit vielen Gesichtern
Tristes Grau, Regenschauer, Nebel – dem Wetter wollten wir möglichst schnell entfliehen. Also buchten wir kurzerhand einen Flug nach Teneriffa, wo wir bereits vor Jahren schon einmal unseren Urlaub verbracht haben.
Von Frankfurt aus starten wir zu unserer Trauminsel. Unsere Gedanken drehen sich nur noch um die bevorstehende Zeit und die innere Spannung erhöht sich merklich, als das Ziel immer näher rückt.
Die etwas karge und triste Umgebung im Süden der Insel sehen wir dieses Mal bei der Landung auf dem Flughafen Reina Sofia gar nicht mehr. Wir wissen, Teneriffa hat mehr zu bieten.
Vor dem Flughafengebäude bleiben wir stehen und schauen uns nur an. Jeder von uns spürt die Wärme, die angenehme Luft – es ist wie ein Streicheln auf der Haut.
Herrlich - unser Urlaub beginnt!
Der Weg nach El Médano, dem ehemaligen kleinen Fischerdörfchen, war uns schon bekannt und nach etwa fünfzehn Minuten stehen wir vor unserer Ferienwohnung.
Unsere Sachen sind schnell ausgepackt und mit kurzen Hosen, Shirt und leichten Sandalen bekleidet, geht es auf zum Bummel durch El Médano.
Der erste Weg führt uns zur Strandpromenade. Die Aussicht auf den Atlantik, mit den bunten Farbtupfern der Surfer, hatten wir lange ersehnt und sind wiederum einfach nur fasziniert.
Der Naturstrand von El Médano, auf den wir blicken, ist einer der schönsten der Insel und der markante Felsen Montaña Roja ragt wie zum Gruß in die Höhe und heißt uns willkommen.
Unbedingt möchten wir uns nun gleich ein Mietauto leihen, um möglichst viel von dieser wunderschönen Insel kennenzulernen.
Die Sonne lacht vom strahlend blauen Himmel und so steht unserer Fahrt nichts mehr im Wege.
Nach kurzer Zeit lassen wir El Médano hinter uns und fahren Richtung Granadilla.
Große Palmen entlang der Straße und das trockene Grün zwischen den kargen Steinen fesseln unsere Aufmerksamkeit.
Vilaflor, hoch oben gelegen, ist unser nächstes Ziel. Herrlich leuchtende Stauden, Blumenbeete und bepflanzte Kästen an den Fenstern schmücken das höchstgelegene Dorf von Teneriffa.
Vor einem Haus hängen zwischen vielen bunten Gewächsen, Tischdecken und Läufer.
Staunend betrachteten wir die feinen Arbeiten und entscheiden uns für zwei wunderbare runde Deckchen mit der berühmten Vilaflor-Spitze.
Nach einem kleinen Plausch verabschieden wir uns von der netten älteren Frau mit Hasta luego, um unsere Reise fortzusetzen.
Riesige Pinienbäume mit ihrem würzigen Duft prägten nun die Landschaft.
Kurvenreich verläuft unsere Fahrt und spürbar kühler werden die Temperaturen. Interessant sind für uns die Schilder, an denen die jeweilige Höhe abzulesen ist. So sind wir immer genau informiert, ohne Karten studieren zu müssen.
Weiter geht unsere Erkundungsfahrt, immer steil bergauf. Die Aussicht ist umwerfend, und nach einigen Metern schon wieder ganz anders.
Von Weitem grüßt der Teide mit schneebedecktem Gipfel. Der 3718 Meter hohe Vulkan, der höchste Berg Spaniens, wird von kleineren Passatwolken umhüllt und wirkt sehr imposant.
Rechts von uns fällt der Hang steil ab und die Bäume und Sträucher werden von Nebelschwaden umweht.
Solche enormen Höhenunterschiede haben wir nicht erwartet und daher genießen und bewundern wir das aufregende Naturschauspiel des Wolkenmeeres. Uns scheint, als ob wir selbst auf Wolken wandern.
Es fällt uns schwer, unsere Reise fortzusetzen und die Blicke von diesen überwältigenden Naturschönheiten loszureißen.
Tief eingeschnittene und üppig überwachsene Barrancos geben den Weg nach Los Realejos frei.
Die ehemalige Klosteranlage „ El Monasterio“ wollen wir uns nicht entgehen lassen und nach einem Spaziergang durch die herrliche Anlage genießen wir das köstliche Essen.
Nach diesem erlebnisreichen Tag geht es zurück nach El Médano und wir freuen uns auf die Urlaubstage, die noch vor uns liegen.
Gracias Teneriffa!
