Städterundreise Madrid
Im September 2005 beging ich mit einem guten Studienfreund eine Städtreise nach Madrid. Als absoluter Spanienfan fehlte mir ausgerechnet noch die schillernde Metropole Spaniens. Mit diesem Bericht möchte ich sie nun auf diese wunderbare Stadt aufmerksam machen und sie für einen eigenen Besuch begeistern. Begleitend zu diesem Artikel bietet es sich an, einen Stadtplan (zum Bsp. Google Earth) neben dem Text zu benutzen.
Als ein perfekter Ausgangspunkt für einen Rundgang bieten sich das Königliche Schloß an. Von der Ostseite des Schlosses führt eine Rampe zur kleinen Plaza de Ramal. Ein Kreuz erinnert hier an den Maler Velazquez, der hier in der nicht mehr existierenden Kirche San Juan gegraben lag. An diesem Platz liegt auch Madrids älteste Kirche San Nicolas. Am Ende der Calle San Nicolas stößt man auf die Calle Mayor, just an der Stelle, wo 2 stattliche Paläste sich gegenüberstehen. Der eine wurde im späten 16. Jahrhundert von dem Herrera - Schüler Francisco de Mora für den Herzog von Ucenda gebaut. In dem Anderen befindet sich heute da Italienische
Kulturinstitut. Nachdem wir beide besichtigt hatten, gingen wir einen schmalen Weg weiter Richtung Calle de Bailen, die linkerhand über einen Viadukt mit beiderseitig lohnendem Ausblick zur Kirche San Francisco El Grande geleitet. Diese größte Kirche Madrids ist eine Besichtigung wert, sowohl von Außen, wie Innen besticht sie von herausragender Schönheit und beeindruckendem Bausstil.
Wir gingen durch die Calle de San Francisco und gelangten zur ehemaligen Puerta de Moros an der als mächtiger Block die Capilla de San Isidro steil zum Himmel ragt. Sie barg einst die Gebeine des Stadtpatrons, des heiligen Isidro.
Ihre Architektur erinnert an die für Grabstätten bestimmter arabischen Kuppelwürfel, deren Tradition während der Gotik nachgewiesen ist. Wenige Schritte weiter liegt die schöne, aber damals leider geschlossene Capilla del Obispo. 100 m weiter gelangten wir dann zur Calle Segovia, die hinter der vom Verkehr umbrausten kleinen Puerta Cerrada in die Calle de Toledo einmündet, ist rechter Hand der Backsteinturm von S. Pedro zu sehen und an ihm einige Fenster mit Hufeisenbögen., die zum ältesten Madrid gehören.
Von hier gingen wir zurück zur Puerta Cerrada und von hier bogen wir in die Calle S. Justo ein, von der man auf die Fassade der spanischen Pontifikalkirche San Miguel blicken kann. Hier befindet sich nun der älteste Teil Madrids, der einst von Mauren bewohnt wurde. Nach einigen Schritten erreichten wir das Gäschen Punonrostro, das zur Plaza de la Villa führt. Hier besichtigten wir das Rathaus Casa de Cisneros. Daneben steht das Gebäude Hemeroteca Municipal und ist vermutlich das älteste zivile gebäude Madrids. Stadteinwärts wartet die Calle Mayor und rechterhand die Plaza Mayor, welche in ihrer Geschichte bereits 3 Brände überstand. Über der Platzmitte erhebt sich das Reiterdenkmal Philipps III., dem Madrid seinen schönsten Platz verdankt. Das Bronzedenkmal wurde von Giambologna und Pietro Tacca geschaffen. Welch ein Glück, dass in den letzten Jahren der Verkehr von hier verbannt wurde und ein unbeschwertes Besichtigen gewährleistet. Ganz nah lieht die Puerta del Sol, die ursprünglich mal im Osten der Stadt lag. Eine Tafel rechts des Eingangs macht darauf aufmerksam, dass die Madrider sich auf der Puerta del Sol am 2. Mai 1808 gegen die napoleonischen Besatzungstruppen erhoben. Davor ist am Rand des Bürgersteigs der Nullpunkt eingetragen, von dem aus alle Straßen des Landes gemessen werden. Er fällt fast mit dem georgraphischen Mittelpunkt Spaniens zusammen, der am Cerro de los Angeles, etwa 10 Kilomter im Süden Madrids, liegt. Hier war unser erster Rundgang zu Ende und wir fuhren mit einem günstigen Taxi zurück zum Hotel.
