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Moya

Im Norden von Gran Canaria liegt die Gemeinde Moya mit dem gleichnamigen Städtchen, das gleichzeitig der Verwaltungssitz ist. Im Gegensatz zu südlichen Gebieten der Insel, ist die Vegetation im Norden wesentlich üppiger und grüner. Grüne Bergrücken wechseln sich mit zerklüfteten Schluchten ab. Schon die Fahrt zum Ort Moya ist ein kleines Abenteuer. Über eine steile und sehr kurvenreiche Strasse erreicht man die kleine Stadt. Moya liegt in einer Höhe von etwa fünfhundert Metern über dem Meerespiegel.

Bereits von Weitem ist die wohl wichtigste Sehenswürdigkeit zu entdecken. Die Pfarrkirche "Nuestra Senora de Candelaria" wurde in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts an der Steilkante eines Barrancos errichtet. Von einem hinter der Kirche liegenden Kirchplatz kann man eine beeindruckende Aussicht über die tiefe Schlucht genießen. Das Innere der Kirche beherbergt einige kostbare Skulpturen sowie die Schutzpatronin von Moya, die "Virgen de la Candelaria", die aus dem sechzehnten Jahrhundert stammt. Gegenüber der Kirche befindet sich das Geburtshaus des bekannten kanarischen Arztes und Dichters Tómas Morales. Im Jahre 1976 wurde das Haus zu einem kleinen Museum umfunktoniert und informiert über das Leben von Morales.

Aus Moya stammt auch die beliebte Kuchenspezialität "Bizcochos de Moya", einem Biskuitkuchen mit Zuckerglasur, der auf der gesamten Insel bekannt ist. Ganz in der Nähe des Ortes liegt das Naturschutzgebiet "Los Tiles", der größte und letzte Lorbeerwald auf Gran Canaria. Lorbeerbäume sind auf der Insel sehr selten geworden, das sie in früheren Zeiten im großen Stil abgeholzt wurden. Da sich in Los Tiles auch viele endemische und selten gewordene Pflanzen befinden, wurden etwa neunzig Hektar unter Schutz gestellt.



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