Artenara
Im Westen von Gran Canaria liegt das Dorf Artenara im gleichnamigen Gemeindebezirk. Artenara liegt in der Inselmitte auf einer Höhe von etwa 1270 Metern und ist somit das höchst gelegene Dorf der gesamten Kanarischen Inseln. Bei Touristen gilt das Dorf als absoluter Geheimtipp und erfeut sich großer Beliebtheit. Das Bergdorf liegt direkt an einem Berghang am Rande des Vulkankraters Caldera de Tejeda. In dieser Region gibt es zahlreiche Höhlenwohnungen, die bereits von den Kanarischen Ureinwohnung bewohnt wurden. Aufgrund der guten klimatischen Bedingungen dienen die Höhlen auch heute noch als Wohnraum. Auf den ersten Blick sind die Höhlenwohungen von außen nicht von normalen Häusern zu unterscheiden, da die Häuserfassaden sehr dicht vor die Berge gebaut wurden. Einige der Häuser wurden kunstvoll mit Malereien verziert. Die Gärten wurden üppig mit mediterranen Pflanzen geschmückt. Die Innenbereiche der Höhlen sind mit Wasser und Strom ausgestattet und bieten einen ähnlichen Komfort wie ein gewöhnliches Wohnhaus.
Auf dem Dorfplatz von Artenara befindet sich die kleine Kapelle "Iglesias de San Matias", sowie einige kleine Kneipen und Tapas-Bars. Von hier aus können Besucher eine phantastische Aussicht über die vulkanische Berglandschaft genießen. Eine kleine Terrasse bietet einen unvergesslichen Blick auf die Felsmonolithe, den 1813 Meter hohen Roque Nublo sowie den 1412 Meter hohen Roque Bentaiga. Der Roque Nublo ist neben dem Pico de las Nieves (1949 m) der höchste Berg von Gran Canaria.
Sehr sehenswert ist auch die Höhlenkirche "Nuestra Senora de la Cuevita", die bereits im siebzehnten Jahrhundert in einen Felsen hinein gebaut wurde. Die kleine Kapelle beherbergt die Höhlenjungfrau, die gleichzeitig als Marienfigur und Schutzpatronin verehrt wird. Jedes Jahr Ende August wird zu Ehren der Virgen de la Cuevita eine große Fiesta mit Fackelzügen abgehalten.