Valldemossa
Dieses mittelalterliche Handwerkerstädtchen ist aus dem landgut des Wali Musa hervorgegangen. Es liegt auf 425 Metern Höhe in einem grünen Hochtal, in der Serra de Tramuntana. Hier findet man üppige Vegetation und zahlreiche Brunnen. Die stillen Gassen sind blumengeschmückt.
Vor allem das Kartauserkloster, 1939 von König Martin, dem Menschlichen von Aragonien gegründet, verhalf dem Dorf zu Bekanntheit. Sein maurisch anmutender Glockenturm ist fast von jedem Ort im Tal zu sehen. In den Jahren 1838 und 1839 lebe hier Frederic Chopin. Der Komponist holte sich hier Inspiration für seine Präludien. Auch er sorgte dafür, dass der Ort in der ganzen Welt berühmt wurde. Auch seine Lebensgefährtin, die Schriftstellerin Aurore Dupin verbrachte hier einige Zeit.
Sie wurde unter dem Namen "George Sand" berühmt und das Buch "Ein Winter auf Mallorca" berichtet vom Leben auf der Insel.
Die beiden Künstler waren nicht wirklich gern gesehen Gäste auf der Insel, ihre Andersartigkeit schreckte die Dörfler ab. Noch heute ist das Zimmer, welches das Paar bewohnte mit Erinnerungsstücken ausgestattet. Hier kann man Chopins Klavier und seine Dokumente bewundern. Ein bisschen hat man den Eindruck, als sei die Zeit stehen geblieben. In der gleichen Wohnstatt lebten auch noch andere berühmte Persönlichkeiten, wie zum Beispiel Azorin, Ruben Dario und Jovellanos. Werke von Picasso, Juli Ramis und Miro sind in der "Pinacoteca" zu bewundern.
Der Priorzelle, der Klosterapotheke und der Druckerpresse aus dem 16. Jahrhundert sollte man auf jeden Fall einen Besuch abstatten.
Zu Ehren von Frederic Chopin werden heute im Kreuzgang des Klosters Musikfestivals abgehalten. Die Kartause ist für Besucher täglich, außer sonntags geöffnet. Der labyrinthische Klostergarten versetzt die Besucher in die Zeit der Romantik.
